Kinderzimmer einrichten – Ideen und Tipps für kleine Persönlichkeiten
Ein Kinderzimmer einzurichten kann herausfordernd sein.
Wichtig ist eine durchdachte Planung, denn Kinder verbringen viel Zeit in ihrem Raum.
Teilen Sie den Raum in thematische Bereiche – in der Nähe der Tür ist es schön, eine kleine GARDEROBE für Taschen und Rucksäcke zu haben, neben dem Schrank macht sich ein großer Spiegel gut und auf einem Hocker kann Wäsche abgelegt werden. Der KLEIDERSCHRANK sollte Stangen, Fächer und Auszüge haben. Alles auf einer gut erreichbaren Höhe, so dass auch kleinere Kinder selbstständig an ihre Sachen kommen. Große Auszüge bieten Platz für Sportsachen. Ein gemütlicher TEPPICH und gerichtetes Licht runden den Bereich ab.
Je nach Hobby ist es wichtig, ausreichend Platz für Bücher, Spiele, Musikinstrumente etc. zu haben. Kombinieren Sie offenen und geschlossenen Stauraum.
Wenn die Kids wissen, wo was seinen Platz hat, gelingt auch das Aufräumen!
Ein aufgeräumter SCHREIBTISCH ist ein Muss. Und damit er aufgeräumt werden kann, braucht es Stauraum für Schreibutensilien, Bastelmaterialien etc. Dafür gibt es Schubladenschränke, die unter oder neben dem Tisch stehen, wandhängende Regale oder Boxen, Raumteiler mit Fächern oder Sideboards. An einer Magnetschiene finden Notizen, Fotos und Poster Platz, sind so leicht austauschbar und schonen die Wand.
Idealerweise ist der Arbeitsplatz so groß, dass ein Bereich für die Schule und ein Bereich für die Freizeit zur Verfügung steht. Später kann z.B. der Bastelbereich zur Zockerecke werden.
Sollte Ihr Kind gerne träumen und den Wolken beim Vorbeiziehen zusehen, ist ein Tisch mit Blick auf eine Wand sinnvoll, damit die Gedanken nicht zu häufig abschweifen.
Falls ihr Kind zu konzentriert arbeitet, ermöglicht ein Blick durch das Fenster in den Himmel etwas Entspannung.
Ein Platz unmittelbar vor einer Wand kann einschränkend sein, stellen Sie den Tisch doch einfach quer zur Wand! Wenn es darum geht, Hausaufgaben zu zweit zu machen oder Vokabeln abzufragen, bietet sich so die Gelegenheit, mit am Arbeitsplatz Platz zu nehmen.
In der Nähe des Schreibtisches steht alles griffbereit, was für die Schule benötigt wird.
Sehr praktisch sind z.B. offene Ablagekästen, eines für jedes Schulfach. Hübsch beschriftet wirkt das ganze übersichtlich und wie ein kleines Büro.
Eine gemütliche LESEECKE ist super, man will ja nicht immer nur am Schreibtisch oder auf dem Bett sitzen. Das kann ein Sessel, ein Sitzsack oder sogar ein kleines Sofa sein.
Hier kann auch ein Familienmitglied Platz nehmen und die Freunde sitzen nicht mit der Straßenkleidung auf dem Bett. Das Bett ist Privatbereich.
Das erste BETT nach dem kleinen Kinderbett darf 120 – 140 cm breit sein.
Hier kann sich eine Bezugsperson zum Einschlafen dazu legen oder die beste Freundin der Tochter mit im Bett übernachten.
Spätestens im jugendlichen Alter wird ein breites Bett gewünscht, also planen Sie den Platzbedarf dafür bereits zu Beginn ein.
Schöne Bettwäsche und eine leichte Tagesdecke machen aus dem Bett auch tagsüber einen ansehnlichen Bereich.
Gibt es im Raum einen freien Bereich? An einem Deckenhaken kann ein gemütlicher Schaukelsitz befestigt werden, später hängt daran vielleicht ein Boxsack.
Und wie entsteht ein stimmiges AMBIENTE?
Einrichtungsgegenstände, die über Jahre im Raum bleiben, sollten neutral sein.
Weiße Oberflächen oder Holzfronten passen zu vielen Stilrichtungen. Es gibt Möbel die mitwachsen, Systemmöbel können umgebaut und ergänzt werden, Fronten können ausgetauscht und farblich angepasst werden.
Wände sind leicht veränderbar. Trauen Sie sich an FARBEN, akzentuieren Sie Bereiche oder einzelne Wände. Tapeten wirken Wunder! Wählen Sie zwei, drei Farbtöne und kombinieren Sie diese unterschiedlich. Das schafft Harmonie.
Lassen Sie ihre Kinder bei der Auswahl der Farben mitreden, sie haben oft ein gutes Gespür für die Farben, die ihnen guttun. Und wenn sie daneben liegen, kann man eine Wand umstreichen. Der Geschmack wandelt sich ja auch!
Denken Sie auch an den Einsatz von TEXTILIEN, Schals schützen vor zu viel Sonneneinstrahlung, verdunkeln und sind gut für die Raumakustik.
Sehr wichtig ist die BELEUCHTUNG:
Eine schlichte Grundbeleuchtung in Form einer zentralen Deckenleuchte hilft beim Aufräumen und Saubermachen.
Am Schreibtisch, am Bett und am Leseplatz ist eine helle Funktionsbeleuchtung wichtig.
Eine dimmbare Stehleuchte macht den Raum auch zur dunklen Tages- oder Jahreszeit gemütlich.
Eine Wandleuchte an einer farbigen Wand wirkt toll, sollte kein Wandauslass vorhanden sein, nutzen Sie Wandleuchten mit Akku, damit sind Sie unabhängig.
Ein durchdachtes Kinderzimmer schafft Ordnung, auch wenn sich diese Ordnung vom Kleinkindalter bis in die Jugend immer wieder neu erfindet.
Und ein bisschen Chaos darf doch auch sein 😉!


